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Gegen das Vergessen, gegen das Verstecken

21. August 2011

In einem Wettbewerb an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste erarbeiteten 13 Teilnehmer Ideen für eine neues Mahnmal im Höhenpark am Killesberg, das an die rund 2000 deportierten jüdischen Mitbürger erinnern soll, die von dort an drei Terminen 1941 und 1942 in den Osten und damit in den Tod geschickt wurden. Wie Fritz Röhm von der Initiative Gedenkstätte Killesberg in der gestrigen Ausgabe der STUTTGARTER ZEITUNG (Seite 23) zitiert wird, sei die Idee aus einer Aussage von Fritz Elsässer entstanden, dem ehemaligen Vorsitzenden der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit: In Stuttgart würden Gedenkstätten “oft mehr verhüllt als gezeigt”, so Elsässer. Dem wolle man nun mit dem neuen Mahnmal entgegen wirken. Siegerin des Aka-Wettbewerbs wurde Ülkü Süngün. Die so “enthüllende” wie augenfällige Idee: ein Kreis aus Stahl im Kies; für 2000 Menschen, die Opfer ihrer Nachbarn von damals. Denn es war kein “Unheil” wie die bereits existierende, verwitterte Gedenktafel verkündet. Es waren Menschen dieser Stadt, die Mitmenschen dieser Stadt am 26. November vor siebzig Jahren zum Killesberg deportieren, dort eng zusammen gepfercht qualvoll lange warten und dann in Viehwaggons auf Nimmerwiedersehen abtransportieren ließen. Realisiert werden soll die von der Stadt unterstützte Gedenkstätte voraussichtlich zum 26. April 2012, dem 70. Jahrestag der zweiten Deportation.

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